*1962, aufgewachsen in Dortmund und Krefeld. Studium der Rechtswissenschaft an der Freien Universität Berlin. Während der Referendarzeit am Kammergericht Berlin, der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, der Akademie der Künste Berlin und am Staatstheater Weimar tätig. Von 1994 bis 1995 Koordinator der Ausstellung „Moskau-Berlin, Berlin-Moskau“ bei der Berlinischen Galerie, 1995 bis 2007 Geschäftsführender Direktor des Konzerthauses Berlin. Seit 2008 Geschäftsführer der Theater und Philharmonie Essen GmbH (TUP) und damit verantwortlich für die fünf Sparten Schauspiel Essen, Aalto-Musiktheater, Aalto Ballett Essen, Essener Philharmoniker und Philharmonie Essen. Herausgeber verschiedener Bücher zur Architektur und Kulturgeschichte.



*1969, Studium der Kommunikationswissenschaften, Psychologie und Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften in München und Essen. Während und nach der Studienzeit freie Mitarbeit bei verschiedenen Zeitungen und Magazinen. 2000 bis 2002 Volontariat bei der Neuen Ruhr / Neuen Rhein Zeitung (NRZ). Anschließend sechsmonatiger Aufenthalt in Namibia und Südafrika als Stipendiat der Heinz Kühn-Stiftung des Landes Nordrhein-Westfalen. Von 2003 bis 2010 Redakteur der NRZ. Von 2010 bis 2016 Leitung der Unternehmenskommunikation der Theater und Philharmonie Essen (TUP), zu der die fünf Sparten Schauspiel Essen, Aalto-Musiktheater, Aalto Ballett Essen, Essener Philharmoniker und Philharmonie Essen gehören. Seit Juli 2016 ist er Referent für Kunst und Kultur bei der Stiftung Zollverein in Essen.


Konzentration, Kooperation, Koordination:

die TUP als komplexer Theater und Konzertbetrieb

Mehrspartentheater sind komplexe Unternehmen mit einem hochgradigen Organisationsbedarf. Dies gilt insbesondere für die Theater und Philharmonie Essen GmbH (TUP), unter deren Dach fünf Sparten zusammengefasst sind: Oper, Schauspiel, Ballett, Orchester und, einmalig in Deutschland, ein Konzerthausbetrieb. Rund 1000 Veranstaltungen organisiert die TUP in diversen Spielstätten – wobei das Aalto-Theater des finnischen Architekten Alvar Aalto, die Philharmonie Essen und das Grillo-Theater, das Ende des 19. Jahrhunderts als einer der ersten Theaterbauten des Ruhrgebiets eröffnet wurde, die architektonischen Aushängeschilder des Unternehmens darstellen. Die Einbeziehung weiterer kleinerer Bühnen, eines großen Werkstadtkomplexes neben speziellen kleineren Werkstätten erhöht die Komplexität der Planungsvorgänge und der Logistik.

Der Beitrag „Konzentration, Kooperation, Koordination: die TUP als komplexer Theater- und Konzertbetrieb“ in der vorliegenden Publikation „Die Kulturimmobilie: Planen – Bauen – Betreiben“ thematisiert die oben genannten Problemstellungen und gibt einen Einblick in die Organisationswelt eines großen Theaterbetriebs. Unternehmensstruktur, Spielplangestaltung, Kommunikation, Corporate Design, Grundzüge der Finanzierung sowie Fragen von Nachhaltigkeit und Ökologie werden behandelt. Der Leser lernt die Abläufe eines Mehrspartenhauses kennen und erlebt das Thema Kulturimmobilie aus der Betreiber-Perspektive.