"Köln - Um den Eingang der Philharmonie hält sich seit gut 14 Jahren ein hartnäckiges Gerücht. Der venezolanische Star-Dirigent Gustavo Dudamel soll um das Jahr 2006 herum vor einem Auftritt drei Mal um das Gebäude gelaufen sein, bevor er den recht unscheinbaren Haupteingang gefunden hatte. Diese Geschichte erzählte Philharmonie-Intendant Louwrens Langevoort gut gelaunt, als er am Samstagabend das neu errichtete gläserne Vordach einweihte, das dem Bau etwas Repräsentatives geben soll. Es soll ja schließlich nicht noch einmal passieren, dass hier jemand orientierungslos umherirrt."

Um den Eingang der Philharmonie in Köln repräsentativ hervorzuheben war eine Investition in das neue Dach aus Glas und Stahl von rund 850.000 € notwendig. Um das ursprünglich verabschiedete Budget in Höhe von 400.000 € zu ergänzen, musste eine Stiftung gegründet werden, um 210.000 € Spenden zu sammeln. Grund der hohen Kosten seien die stark gestiegenen Baukosten. Auch die geplante Bauzeit bis 2016 wurde nicht eingehalten, doch formulierte der Philharmonie-Intendant Langevoort es positiv: „In Köln ist alles möglich, man muss nur lange genug warten.“

von Alexander Holecek | erschienen am 19.01.2020 im Kölner Stadt-Anzeiger | Link zum Artikel

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