Das Münchner Stadtmuseum wird nicht weiter ausgebaut, das in Kitzingen gleich ganz geschlossen.

München sieht sich selbst als Kunststadt mit zahlreichen Museen. Doch auch davor macht das Coronavirus nicht Halt. Ausgerechnet das Münchner Stadtmuseum muss nun länger auf seine Sanierung warten, denn die 140 Millionen Euro, die versprochen wurden, werden nun an anderer Stelle gebraucht. Doch das Museum hat eine Sanierung dringend nötig, ist kaum isoliert und hat mit bröckelnden Fassaden zu kämpfen. Erst nach jahrelangen Verhandlungen war eine Sanierung im letzten Jahr beschlossen worden. Nun muss das Museum bis 2026 auf die Umsetzung warten. Das stößt bei vielen Seiten auf Unverständnis, vor allem, da schon Gelder investiert und erste Maßnahmen umgesetzt wurden. Ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt in Form eines Abstimmungsprozesses zwischen Museum, den beteiligten Referaten und dem Stadtkämmerer. In diesem soll geprüft werden, unter welchen Bedingungen ein früherer Baubeginn vielleicht doch möglich sein könnte. Noch härter trifft es allerdings das Stadtmuseum in Kitzingen. Dieses ist seit 2018 geschlossen und sollte eigentlich mit einem neuen Konzept wiedereröffnet werden. Doch nun beschloss der Stadtrat aufgrund des hohen Besuchermangels das Museum nach 125 Jahren komplett zu schließen. Ein neues Konzept sei nicht mehrheitsfähig gewesen.

von Brita Sachs | erschienen am 17.08.2020 in der FAZ | Link zum Artikel

Letzter Post