Grün-Rot zieht bei der Gasteig-Sanierung einen klaren Kostendeckel ein. 450 Millionen Euro sind das Limit für die Erneuerung des Kulturtempels. Die Kosten für die Sanierung des Gasteigs sollen nicht explodieren, deshalb will die rot-grüne Stadtregierung einen Kostendeckel einführen. Dabei könnten einige markante Umbau-Details auf der Strecke bleiben.

Der Gasteig in München soll saniert werden. Daran will die rot-grüne Koalition festhalten. Allerdings wird dringend darauf hingewiesen, dass die Kosten dafür gesenkt werden sollen. Erst dann wird die Sanierung endgültig beschlossen. Wo genau eingespart werden soll, ist noch unklar. Dabei sind aber auch bisher unantastbare Elemente, wie die Glasfassade, nicht mehr tabu. Denn die Kosten haben die ursprünglich geplante Summe schon um fast 100 Millionen überschritten. Doch trotz Einsparungen soll "für alle Nutzer einen Mehrwert geschaffen [werden]“, so SPD-Fraktionschefin Hübner. Es soll trotz allem ein modernes Kulturzentrum geschaffen werden, das bis 2025 fertig saniert sein soll. Dennoch kann eventuell nicht jedes geplante Detail auch verwirklicht werden, wenn eingespart werden soll. Architektonischer Höhepunkt soll eigentlich die von Weitem sichtbare gläserne „Kulturbrücke“ sein, die künftig alle Gebäudeteile des Gasteigs verbindet, aber auch die ist nicht mehr sicher. Fest steht nur die Modernisierung der in die Jahre gekommenen technischen Anlagen. Kritik an den Sparplänen kommt von der CSU. Nach Meinung von Fraktionschef Manuel Pretzl solle eine so zukunftsweisende Investition nicht Corona-Bedingungen untergeordnet werden. Für ihn stehen manche Elemente, wie etwa die Fassade, als unumstößlich fest.

Von Klaus Vieck | erschienen am 11.11.2020 auf Merkur.de | Link zum Artikel

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