Die Sanierung des Augsburger Staatstheaters wird deutlich teurer als ursprünglich veranschlagt: Bis zu 321 Millionen Euro könnte das Vorhaben kosten. Vielen ist das ein Dorn im Auge - auch der Bund der Steuerzahler übt nun harsche Kritik.

Die Kosten für die Sanierung des Augsburger Staatstheater haben sich seit Planungsbeginn fast verdoppelt. Das hat unter anderem zu einem Bürgerbegehren geführt, dass sich gegen die Kostenexplosion einsetzt. Dieses bekommt nun Rückenwind vom Bund der Steuerzahler, der die Sanierung in sein Schwarzbuch aufgenommen hat. In diesem Buch deckt der Verein regelmäßig Fälle von Steuerverschwendung auf. Als solchen sehen sie auch die Sanierung des Augsburger Staatstheaters. Die Kosten sind dabei schon in der Planungsphase von Jahr zu Jahr gestiegen. Ein privater Bauträger wäre bei dieser Planung nach Ansicht des BdSTt. Und auch die Tatsache, dass die Staatsregierung 75 Prozent der förderfähigen Sanierungskosten übernehmen möchte beschwichtigt sie nicht. Denn am Ende sei es dennoch das Geld der Steuerzahler.

Von Torsten Thierbach und Veronika Scheidl | Erschienen am 27.10.2020 auf br.de | Link zum Artikel

Letzter Post