Das Römisch-Germanische Museum ist seit Jahren geschlossen. Nun gibt es eine positive Nachricht. Doch es bleiben Risiken.
Mit der Vergabe des Generalunternehmerauftrags an die Ed. Züblin AG ist ein bedeutender Meilenstein für die Generalsanierung des Römisch-Germanischen Museums erreicht. Nach einem europaweiten Vergabeverfahren übernimmt das Unternehmen sowohl die Ausführungsplanung als auch die Bauleistungen und den musealen Ausbau. Durch die Bündelung der Leistungen bei einem Generalunternehmer soll die Koordination des komplexen Bauvorhabens verbessert sowie die Einhaltung von Termin- und Kostenplänen unterstützt werden.
Das Römisch-Germanische Museum ist seit 2018 für den Publikumsverkehr geschlossen. Während der Bauzeit wird die archäologische Sammlung im Belgischen Haus präsentiert. Das Museumsgebäude am Roncalliplatz zählt zu den bedeutendsten Museumsbauten der Nachkriegsmoderne und steht unter Denkmalschutz. Ziel der Sanierung ist es, die historische Bausubstanz langfristig zu erhalten und gleichzeitig die technischen und funktionalen Anforderungen eines modernen Museumsbetriebs zu erfüllen.
Die Baumaßnahmen umfassen unter anderem die Erneuerung der gesamten technischen Gebäudeausrüstung, die energetische Modernisierung, die Sanierung der Gebäudehülle sowie umfangreiche Maßnahmen zum Brandschutz und zur Barrierefreiheit. Darüber hinaus werden die Ausstellungsbereiche modernisiert und an aktuelle konservatorische und museale Standards angepasst. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Schutz der einzigartigen archäologischen Exponate sowie des weltberühmten Dionysos-Mosaiks, das sich weiterhin an seinem ursprünglichen Fundort im Museumsgebäude befindet.
Trotz der nun erfolgten Auftragsvergabe bleibt das Projekt anspruchsvoll. Die innerstädtische Lage unmittelbar neben dem Kölner Dom, die denkmalpflegerischen Anforderungen sowie die technische Komplexität der Sanierung stellen hohe Anforderungen an Planung und Ausführung. Mit dem Beginn der Umsetzungsphase verbindet die Stadt Köln das Ziel, das traditionsreiche Museum langfristig als bedeutenden Kulturstandort zu sichern und den Besucherinnen und Besuchern nach Abschluss der Arbeiten ein zeitgemäßes Museumserlebnis bieten zu können.
von Matthias Hendorf | Erschienen am 25.07.2026 auf ksta.de

