Die Kölner Oper steht kurz vor ihrer feierlichen Wiedereröffnung – doch trotz 14-jähriger Sanierung zeigen sich laut WDR technische Probleme. Die Stadt gibt sich gelassen.
Wenige Tage vor der ersten Premiere nach Abschluss der Sanierung wurden sowohl mechanische als auch softwarebedingte Probleme bekannt. Nach Angaben des WDR betreffen diese unter anderem die beweglichen Podien der Bühne sowie die Beleuchtung. Auch ein Lastenaufzug für den Transport von Bühnenbildern fällt wiederholt aus. Die technischen Schwierigkeiten haben bereits Auswirkungen auf die Inszenierung des „Rosenkavalier“, dessen Premiere für den 27. September vorgesehen ist.
Das Presseamt der Stadt Köln verwies darauf, dass bei einem Sanierungsprojekt dieser Größenordnung in der Anfangsphase mit technischen Störungen, Nachjustierungen und einzelnen Ausfällen gerechnet werden müsse. Die Bühnen Köln seien darauf vorbereitet und würden die Probleme gemeinsam mit Fachfirmen und technischen Partnern analysieren und beheben. Die Premiere des „Rosenkavalier“ sei zu keinem Zeitpunkt infrage gestellt worden.
Die Sanierung der Kölner Oper und des Schauspielhauses hatte 2012 begonnen. Ursprünglich war die Wiedereröffnung für 2015 vorgesehen, bei veranschlagten Kosten von rund 250 Millionen Euro. Tatsächlich dauerte die Sanierung 14 Jahre; die reinen Baukosten belaufen sich laut dpa inzwischen auf rund 800 Millionen Euro. Während der Bauarbeiten mussten Oper und Schauspiel auf Ausweichspielstätten ausweichen.
Erschienen am 23.09.2026 auf sueddeutsche.de

