Seit Jahren ist der Große Saal der Bad Godesberger Stadthalle wegen Einsturzgefahr geschlossen. Jetzt wird klar: Die Sanierung wird viele Millionen teurer als gedacht. Das Bauprojekt gerät ins Wanken.
Die Stadt Bonn rechnet inzwischen mit Sanierungskosten von rund 138 Millionen Euro statt der ursprünglich veranschlagten 60 bis 65 Millionen Euro. Gründe sind unter anderem gestiegene Baupreise, Risikozuschläge und zusätzliche Schäden, die erst bei den Vorbereitungen sichtbar wurden. Bei den abgeschlossenen Sicherungsarbeiten stellte sich beispielsweise heraus, dass die abgehängte Decke Schwächen aufweist und asbestbelastet ist.
Die Sicherungsarbeiten am Großen Saal, der seit 2020 wegen Einsturzgefahr geschlossen ist, wurden im September abgeschlossen. Die eigentliche Sanierung befindet sich allerdings noch in einer frühen Planungsphase. Wegen der hohen Kosten und der angespannten Haushaltslage ist derzeit offen, welche Maßnahmen umgesetzt werden können; auch ein neuer Fertigstellungstermin steht noch nicht fest. Ursprünglich war die Wiedereröffnung für 2031 vorgesehen. Ein Abriss mit anschließendem Neubau wäre laut Gebäudemanagement sogar teurer. Die CDU-Bezirksfraktion fordert deshalb eine günstigere Sanierungsvariante sowie einen aktualisierten Kosten- und Zeitplan.
Von Nadine Michollek | Erschienen am 01.10.2026 auf wdr.de

