Pressespiegel

Acht Millionen Euro vom Land lassen Anklamer Theaterleute strahlen

By 4. Februar 2026Februar 9th, 2026No Comments

Acht Millionen Euro vom Land geben der Theater-Sanierung in Anklam neuen Schwung. Vor Ort wächst die Hoffnung.

Nach einer langen Phase der Unsicherheit gibt es bei der Vorpommerschen Landesbühne in Anklam neue Zuversicht. Noch vor gut einem Jahr hatten der bauliche Zustand der Werkstätten und der Probebühne sowie wiederkehrende Wasserschäden im Altbau die Theaterleitung stark belastet. Nun hat die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern in einem ersten Schritt acht Millionen Euro für die Sanierung des Standorts in Aussicht gestellt.

Die Zusage wurde bei einem Besuch hochrangiger Landesvertreter in Anklam bekannt gegeben. Kulturstaatssekretärin Susanne Bowen, Finanzminister Heiko Geue und Vorpommern-Staatssekretär Heiko Miraß kündigten an, dass das Land die Sanierung maßgeblich unterstützen will. Ergänzt werden soll die Förderung durch weitere zwei Millionen Euro aus Eigenmitteln der Landesbühne sowie von beteiligten Kommunen und dem Landkreis, sodass insgesamt rund zehn Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Mit diesen Mitteln sollen in mehreren Bauabschnitten vor allem die maroden Betriebsstätten erneuert werden. Geplant ist die Sanierung der angekauften Verwaltungsgebäude sowie eine grundlegende Erneuerung des Hofbereichs mit Werkstätten, Probebühnen und weiteren zentralen Funktionseinheiten. Die Sanierung des eigentlichen Theatergebäudes ist dagegen erst für einen späteren Abschnitt vorgesehen und derzeit noch nicht finanziert.

Ziel der Planungen ist es, den Theaterbetrieb während der Bauarbeiten aufrechtzuerhalten. Das ist insbesondere deshalb wichtig, weil der Standort Anklam als Hauptsitz der Landesbühne eine zentrale Rolle für die Produktion und Organisation des Spielbetriebs an allen weiteren Spielorten übernimmt.

Finanzminister Heiko Geue betonte, dass die hohe Landesförderung keine Selbstverständlichkeit sei und deutlich über die übliche Förderquote hinausgehe. Möglich werde dies unter anderem durch zusätzliche Bundesmittel für Infrastrukturprojekte. Besonders hervorgehoben wurde zudem das Engagement des Landtagsabgeordneten Marcel Falk, der sich über Jahre hinweg intensiv für die Sanierung eingesetzt hatte. Auch wenn die vollständige Finanzierung noch nicht gesichert ist, wollen sich alle Beteiligten weiterhin für die Fortsetzung des Projekts einsetzen.

Von Anne-Marie Pankratz | Erschienen am 04.02.2026 auf nordkurier.de

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