Pressespiegel

1,8 Millionen für Flugpionier-Museum – Anklam baut Ikareum zum Erlebnisort aus

By 16. August 2026August 17th, 2026No Comments

Das Großprojekt Ikareum in der Anklamer Nikolaikirche erhält weitere finanzielle Unterstützung. Kulturministerin Bettina Martin (SPD) hat einen Förderbescheid über rund 1,87 Millionen Euro an Bürgermeister Michael Galander übergeben. Das Geld von Bund und Land fließt in den dritten Bauabschnitt und damit vor allem in die künftige Ausstellung.

Mit der zusätzlichen Förderung wird die Weiterentwicklung des Ikareums zu einem modernen Ausstellungs- und Erlebnisort rund um den Flugpionier Otto Lilienthal und die Geschichte des Fliegens unterstützt. Geplant ist, die bisherige Ausstellung des Otto-Lilienthal-Museums aus ihrem bisherigen Standort in die sanierte Nikolaikirche zu verlagern, dort neu zu konzipieren und deutlich zu erweitern. Damit erhält die historische Kirche eine neue, dauerhaft angelegte kulturelle Nutzung.

Den Schwerpunkt des dritten Bauabschnitts bildet die künftige Ausstellung. Als Herzstück ist die interaktive Präsentation „Lilienthal Flying Circus“ vorgesehen. Sie soll die Geschichte Otto Lilienthals und die Entwicklung des Fliegens anschaulich und erlebnisorientiert vermitteln. Das Konzept verbindet damit die historische Bedeutung des Gebäudes und des Flugpioniers mit modernen Formen der Wissens- und Kulturvermittlung.

Die Finanzierung des aktuellen Bauabschnitts wird von Bund und Land gemeinsam getragen. Rund eine Million Euro stammen aus dem Bundesprogramm „KulturInvest 2023“, weitere 832.800 Euro steuert das Land Mecklenburg-Vorpommern aus seiner Kulturförderung bei. Die Förderung ermöglicht damit insbesondere die Umsetzung der musealen Inhalte und ist ein weiterer wichtiger Baustein auf dem Weg zur Fertigstellung des Ikareums.

Mit dem Projekt soll die Anklamer Nikolaikirche langfristig zu einem überregional bedeutenden Kultur- und Erlebnisort entwickelt werden. Gleichzeitig soll das Ikareum die touristische Attraktivität Anklams stärken und einen neuen Anziehungspunkt für Besucherinnen und Besucher schaffen. Das Vorhaben zeigt beispielhaft, wie die Sanierung und Umnutzung einer historischen Kulturimmobilie mit einer zeitgemäßen kulturellen Nutzung verbunden werden kann.

von Stefanie Ploch | erschienen am 16.08.2026 auf ostsee-zeitung.de