Pressespiegel

Gebäude zu teuer: Museum finanziell am Ende

Der Museumsverein Prestegg will sein Gebäude der Stadt übertragen. Das birgt neuen Zündstoff.

Die Prestegg wurde erst vor zwei Monaten nach Um- und Ausbau wiedereröffnet, doch nun steht der Verein vor großen finanziellen Schwierigkeiten. Die Kuratorin wurde bereits gekündigt, obwohl sie erst seit April 2020 gekommen war. Auch bei anderen Mitarbeitern steht die Zukunft noch nicht fest.

Worin genau das Problem liegt, ist nach wie vor nicht ganz klar. Der im August abgewählte Museumspräsident sagt, es läge nicht am generellen Ausbau, sondern am nicht zum Projekt gehörenden Umbau des Südflügels. Das bestreitet Vizepräsidentin Sonja Arnold, ihrer Meinung nach sei die finanzielle Not schon länger da, nur jetzt erst sichtbar geworden. Daher müsse der Verein neu ausgerichtet und das Gebäude an die Stadt Altstätten übertragen werden.

Um die Fixkosten des Vereins bis Ende April bezahlt werden können, gibt es ein zinsloses Darlehen der Rheintaler Kulturstiftung. In der Zukunft soll es so weitergehen: Der Verein beschränkt sich darauf, die eigene Sammlung zu betreuen und Ausstellungen durchzuführen. Dazu soll aber auch die Stadt einbezogen werden, ob das passiert, ist noch offen. Grundsätzlich sei die Stadt bereit, zu helfen. Dazu braucht es aber eine neue Leistungsvereinbarung, die von den Stimmberechtigten abzusegnen sein wird. Für die Übernahme des Museums müsste ein Volksentscheid durchgeführt werden.

Das ebenfalls im Museum beheimatete Diogenes-Theater machte schnell bekannt, dass sie die Situation des Museumsvereins sehr bedauern, selbst aber glücklicherweise nicht sei.

Von Gert Bruderer | Erschienen am 01.02.2022 auf tagblatt.ch

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