Veralteter Brandschutz, verstopfte Rohre: Die Berliner Philharmonie muss dringend saniert werden. Rund 800 Millionen Euro könnte die Instandsetzung kosten. Die Berliner Philharmoniker haben schon ein Ausweichquartier im Blick.
Eine von den Berliner Philharmonikern beauftragte Machbarkeitsstudie beziffert die Sanierungskosten auf rund 800 Millionen Euro. Neben dem Brandschutz sind insbesondere die veraltete Klimatechnik, Kabelanlagen und Sanitärinstallationen betroffen. Ohne grundlegende Instandsetzung könnte der Veranstaltungsbetrieb ab 2032/2033 nicht mehr störungsfrei gewährleistet werden.
Der Beginn der Sanierung ist voraussichtlich für 2032 vorgesehen. Während der Arbeiten könnte das Konzerthaus bis 2040 geschlossen bleiben. Als Ausweichspielstätte bringt das Orchester den ehemaligen Flughafen Tempelhof ins Gespräch. Die dafür veranschlagten Kosten liegen bei rund 350 Millionen Euro, sodass sich das Gesamtprojekt einschließlich Interimsspielstätte auf etwa 1,15 Milliarden Euro belaufen würde.
Zur Finanzierung haben Bund und Land Berlin bereits Mittel in Aussicht gestellt: Der Bund sagte bis zu 225 Millionen Euro zu, im Investitionshaushalt des Landes sind 350 Millionen Euro vorgesehen. Intendantin Andrea Zietzschmann sieht darin eine erste Grundlage und wirbt für eine zeitnahe Entscheidung der künftigen Berliner Landesregierung.
Erschienen am 29.09.2026 auf br-klassik.de

