Pressespiegel

Frankfurt gründet Sonderausschuss für Bühnen-Neubau

By 14. Oktober 2026Oktober 20th, 2026No Comments

Angesichts der Herausforderungen, vor denen die Städtischen Bühnen in Frankfurt stehen, ruft die Römer-Koalition einen Sonderausschuss ins Leben. Die Stadtverordneten treffen sich von 6. November an immer dienstags zwei Wochen vor der Plenarsitzung um 18 Uhr im Römer. Auch die interessierte Bevölkerung kann teilnehmen.

Der Ausschuss soll die verschiedenen Aspekte des geplanten Neubaus von Oper und Schauspiel bündeln und neben kulturpolitischen Fragen auch Finanzierung, Städtebau, Klimaschutz und Mobilität behandeln. Grundlage ist das beschlossene Konzept, das einen Neubau des Schauspielhauses an der Neuen Mainzer Straße, eine neue Oper am Willy-Brandt-Platz sowie einen Interims-Campus an der Gutleutstraße und ein gemeinsames Lager- und Logistikzentrum in Sossenheim vorsieht. Die neuen Bühnen sollen in den 2030er-Jahren entstehen und bis 2040 in Betrieb gehen. Das denkmalgeschützte Wolkenfoyer am Willy-Brandt-Platz soll erhalten und in den Neubau integriert werden.

Die Finanzierung bleibt angesichts der angespannten Haushaltslage eine zentrale Herausforderung: Das erwartete Defizit der Stadt Frankfurt ist zuletzt von 93 auf 440 Millionen Euro gestiegen. Zudem hat das hessische Innenministerium vorgegeben, dass die Planung großer Investitionsprojekte nur vertieft werden darf, wenn deren Gesamtfinanzierung gesichert ist. Die Stadt muss deshalb einen Finanzierungsplan erstellen, der auch die Aufnahme und Rückzahlung möglicher Kredite berücksichtigt. Die Koalition hält dennoch an den bisherigen Beschlüssen zum Bühnenneubau fest.

Von Florian Leclerc | Erschienen am 14.10.2026 auf fr.de

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