In Berlin-Tiergarten wird derzeit die Erweiterung des Bauhaus-Archivs und Museums umgesetzt. Neuer Fixpunkt in dem 1979 nach Plänen von Walter Gropius eröffneten Ensemble soll ein 20 Meter hoher Turm aus Stahl und Glas werden, der nun bereits neue optische Akzente setzt.
Die Sanierung der Fassade des Konzerthauses am Gendarmenmarkt geht endlich weiter.
In Alt-Hohenschönhausen wird das denkmalgeschützte Bürgerschloss Hohenschönhausen in den kommenden Jahren umfassend saniert, um einen öffentlichen Kultur- und Veranstaltungsort daraus zu machen. Verantwortlich dafür ist die Wohnungsbaugenossenschaft “Neues Berlin”, die seit 2021 Eigentümerin der historischen Immobilie ist.
Oper, Theater, Museen: Die Kosten für neue oder sanierte Kulturbauten steigen überall. Manch einer stellt sich angesichts von Klimakrise und Krieg die Frage, ob solche Milliarden-Bauten sein müssen.
Gar nicht komisch: Sanierung, Umbau und Erweiterung des Opernhauses an der Behrenstraße (Mitte) werden schon wieder teurer. Die neue Kostenschätzung für die Komische Oper liegt nach B.Z.-Informationen bei 477,9 Millionen Euro – das ist ein Plus von 40,5 Millionen Euro innerhalb von nur neun Monaten!
Die Nationalgalerie der Gegenwart hat am Wochenende zahlreiche Menschen zur Wiedereröffnung des Hamburger Bahnhofs in Berlin gelockt. Zu den Eröffnungstagen kamen nach Angaben vom Sonntag rund 32.000 Besucherinnen und Besucher. Im Museum gibt es nach Umbau und Neugestaltung von Teilen des historischen Gebäudes unter anderem eine neu gestaltete Dauerausstellung «Nationalgalerie. Eine Sammlung für das 21. Jahrhundert»…
Am 16. Juni empfängt das Medizinhistorische Museum der Charité nach drei Jahren Umbau wieder Besucher – mit einer Sonderausstellung über das Gehirn.
Berlins neue Wirtschaftssenatorin, Franziska Giffey, will bei der Suche nach einem tragfähigen Nutzungskonzept für das ICC die Idee ihres Amtsvorgängers Stephan Schwarz aufnehmen. Sie spricht sich klar dafür aus, das denkmalgeschützte Gebäude in ein Kulturzentrum mit Alleinstellungsmerkmal zu transformieren – und hat noch weiterführende Ideen für den Wirtschaftsstandort Berlin.
Der Neubau eines 13.500 Quadratmeter großen Depotgebäudes für die Stiftung Preußischer Kulturbesitz entsteht derzeit am Fürstenwalder Damm in Berlin-Friedrichshagen. Das Projekt feierte kürzlich Richtfest und wird im kommenden Jahr fertig. In einem zweiten Bauabschnitt soll noch ein weiteres, deutlich größeres Gebäude hinzukommen.
Die Klimakatastrophe stellt auch Museen in Deutschland vor neue Herausforderungen. Bei einem teuren Neubau in der Hauptstadt scheinen Lösungen gefunden.


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